Psychotherapie & Psychologie 1040 Wien
Stefanie Zimmermann, MSc
Psychologin & Systemische Psychotherapeutin in Ausbildung unter Supervision
Kind in Silhouette sieht in die Ferne und betrachtet den Sonnenaufgang

Wenn Kinder oder Jugendliche Verhaltensauffälligkeiten zeigen oder Belastungen verspüren, wie z.B. unter Ängsten leiden oder mit Schulstress zu tun haben, kommen diese Probleme meistens nicht alleine. Aus systemischer Sicht sind sie Ausdruck von Mustern und Dynamiken im direkten Umfeld – vor allem im Zusammenhang mit Herausforderungen oder Veränderungen innerhalb der Familie, in der Schule oder der Freundesgruppe (Peergroup).

Mein therapeutischer Zugang ist einfühlsam, humorvoll sowie ressourcen- und lösungsorientiert: Ich nehme die Belastungen des Kindes und Jugendlichen ernst. Gemeinsam arbeiten wir mit altersgerechten, kreativen Methoden, an Lösungen. Mir ist dabei wichtig, die Selbstwirksamkeit und Autonomie meiner Klient*innen zu stärken. Bei Bedarf beziehe ich auch Eltern, Geschwister und wichtige Bezugspersonen aktiv in die Therapie mit ein.

Grundprinzipien

Symptome als Signal verstehen. Was sich beim Kind zeigt, hat oft eine Funktion im Familiensystem – etwa als Hinweis auf unausgesprochene Konflikte oder verfestigte Rollenmuster.

Allparteilichkeit. Alle Perspektiven – Kind, Eltern und gegebenenfalls weitere Bezugspersonen – werden neutral einbezogen, um Kommunikation zu verbessern und neue Gleichgewichte zu ermöglichen.

Ressourcenfokus. Im Mittelpunkt stehen Stärken, gelungene Ausnahmen vom Problem und Berücksichtigung besonderer Entwicklungsphasen oder Übergangssituationen.

Typische Methoden

Zirkuläre Fragen und Hypothesenbildung, um Muster sichtbar zu machen („Wie merkt die Familie, wenn es deinem Kind nicht gut geht – und was passiert dann?“)

Kreative Techniken wie Zeichnen, Spiele, Skulpturen oder Rollenspiele, damit jüngere Kinder Gefühle ausdrücken können; bei Jugendlichen verlagert sich der Fokus stärker auf Gespräche

Ressourcenaktivierung durch den Fokus auf Fortschritte, Erfolge und bisherige positive Erfahrungen

Elterncoaching mit konkreten Übungen für den Familienalltag

Ablauf und Ziele

Nach einem Erstgespräch und gemeinsamer Zielklärung folgen weitere Sitzungen nach Vereinbarung. Nach Bedarf finden nicht nur Einzel-, sondern auch Eltern- und Familiensitzungen statt.

Mögliche Ziele: bessere Beziehungen in der Familie, konstruktive Konfliktlösung, Stärkung von Autonomie und Selbstvertrauen.

Sinnvoll begleitend bei: Ängsten, depressiven Verstimmungen, Anpassungsschwierigkeiten, Schul- und Leistungsthemen, ADHS (begleitend zur ärztlichen Behandlung), belastenden Lebensereignissen, Krisen oder Familienkonflikten.


Häufige Fragen & Antworten

Was ist systemische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie?

Sie versteht Symptome wie Ängste, Verhaltensauffälligkeiten oder Schulprobleme als Signal für Dynamiken im Umfeld des Kindes und bezieht Familie und Bezugssystem aktiv ein. Mit altersgerechten, kreativen Methoden werden neue Lösungswege erarbeitet.

Wie unterscheidet sich die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen?

Je nach Art und Weise, die dem Alter und der Lebenswelt des Kindes entspricht, kommen Spiele, Zeichnen, Geschichten und Rollenspiele zum Einsatz. Bei Jugendlichen sind meistens Gespräche und gemeinsames Reflektieren über Verhaltens- & Denkmuster im Vordergrund.

Welche Rolle haben die Eltern?

Eltern sind eine zentrale Ressource. In regelmäßigen Eltern- oder Familiensitzungen arbeiten wir an Interaktion und Kommunikation.

Brauche ich für mein Kind die Zustimmung beider Elternteile?

Bei gemeinsamer Obsorge ist grundsätzlich die Zustimmung beider obsorgeberechtigter Elternteile erforderlich. Ab 14 Jahren können Jugendliche in Österreich grundsätzlich selbst über den Beginn einer Psychotherapie entscheiden.

Wie viele Sitzungen sind üblich?

Das hängt ganz vom Anliegen und der Fortschritte ab – meist liegt der Rahmen zwischen 10 bis 30 flexiblen Sitzungen, die Einzel- und Familiensetting kombinieren.

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